Es wäre großartig, wenn wir mehr weibliche Vorbilder in der Branche hätten!“, meint Amali de Alwis, CEO Code First: Girls, ein Unternehmen, mit dem sie hilft, die Zahl der Frauen in der Tech-Branche in Großbritannien zu erhöhen. Mehr als 2,5 Millionen Pfund sind bereits in für die Frauen kostenfreie Programmier-Kurse geflossen. De Alwis weiß: Junge Menschen brauchen Vorbilder, zu denen sie aufschauen und denen sie nacheifern können. So lange es im Tech-Bereich so wenige weibliche Vorbilder gibt, wird die Zahl der Frauen, die einen Job in dieser Branche anstreben, kaum steigen.

Gleichzeitig wirbt Amali auch dafür, dass Frauen mehr Risiken eingehen. „Für Entrepreneure ist das Unternehmertum eine Achterbahnfahrt, Erfolg und Scheitern können nah beieinander liegen“, sagt de Alwis. Deshalb sei weibliches Unternehmertum auch immer eine gesellschaftliche Frage, über die es zu debattieren gelte: „Ermutigen wir unsere Mädchen, etwas zu tun, was ein Risiko wäre und potenziell zu Verlusten führen kann?“, fragt sie.

Rein männlichen Gründerteams, die vergeblich nach einer Mitgründerin gesucht haben, denen sagt de Alwis ganz deutlich: Sie sollten besser suchen. „Wenn Gründer Dinge weiterhin so angehen, wie sie es immer getan haben, dann werden sie sich nicht ändern.“ Besser suchen, kreativer suchen und nicht unbedingt nach den gewohnten IT-Profilen Ausschau halten – so könne es klappen, meint sie.

Doch es fehlt nicht nur an Gründerinnen, sondern auch an weiblichen Geldgebern in der Branche. Die meisten Geldgeber sind männlich – einer der Hauptgründe dafür, dass Frauen schwieriger Geld bekommen und wenn, dann auch kleinere Summen. „Investoren suchen jemanden, der ihnen vertraut wirkt. Und da es nicht sehr viele weibliche Investoren gibt, sehen wir auch weniger Frauen, die eine Finanzierung erhalten“, meint de Alwis. „Wir Frauen sollten lernen, was es bedeutet, selbst Investor zu werden. Wir sollten in andere Frauen und ihre Projekte und Unternehmen investieren – damit diese auch erfolgreich und finanziell mächtig werden können.

Auf der herCAREER am 12. und 13. Oktober wird Amali de Alwis eine Keynote mit dem Titel „Managing a left brain right brain argument – or my personal journey through science, tech and creativity“, präsentiert von MONSTER, halten.

Darüber hinaus pitchen erstmals männliche Gründer /-teams um eine Mitgründerin auf der herCAREER.

Weitere Informationen über die Karrieremesse für Frauen herCAREER gibt es unterwww.her-career.com und über Twitter @her_CAREER_de, #herCAREER.

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