Personalverantwortliche, die mehr Frauen für Fach- und Führungspositionen gewinnen möchten, kommen oft mit traditionellem Recruiting und Talentmanagement nicht weiter. Über Dos und Don‘ts können sie sich auf der herCAREER noch gezielter austauschen: Die Themenreihe „From HR to HR“ präsentiert erfahrene HR-Experten, die über geeignete Instrumente aus ihren Unternehmen berichten.

Serie „From Human Resources to Human Resources – From HR to HR“

Cawa Younosi flüchtete als 14-Jähriger aus Afghanistan nach Deutschland. Seit Anfang 2018 ist der 42-Jährige als HR Director Germany sowohl für die deutsche Landesgesellschaft als auch die SAP SE in Deutschland verantwortlich. „Meine Mission und Vision ist, dass wir eines Tages die Abteilung Diversity & Inclusion nicht mehr benötigen, da der berufliche Alltag von Chancengleichheit für alle bestimmt ist“, so der Jurist, der auch Mitglied der Geschäftsführung der SAP Deutschland ist, über sein Herzensthema Vielfalt.

Younosi kam als einer der Impulsgeber für die 2018 neu integrierte Themenreihe „From HR to HR“ nach München – und hat dabei das SAP-Programm MaxFlex im Gepäck: Dieses Arbeitsmodell ist auf maximale Flexibilität im Arbeitsalltag und eine gesunde Work-Life Balance angelegt. Gesundheitsprogramme, Mobilarbeit und Vertrauensarbeitszeit, Führen in Teilzeit mit der Option auf Vollzeit, zero Toleranz für Gender Pay Gap, aber auch ein Dinner to go, Mobilitätspakete wie z. B. E-Bike-Leasing und künftig eine Hundebetreuung – die Liste der Angebote ist lang. Doch bis das Programm stand, musste der HR Director diverse Hürden nehmen. Auf der herCAREER 2018 ermöglichte er seinen Berufskollegen einen Blick hinter die Kulissen.

From HR to HR: Female Talents erkennen und gewinnen

Damit war er in bester Gesellschaft: Eine weitere Themenbringerin war Dr. Yasmin Kurzhals, Director Human Resources bei auxmoney, einem Online-Marktplatz für Kredite und einem der erfolgreichsten Fin-Tech-Unternehmen in Europa. Die erfahrene Personalerin und Leiterin der Fachgruppe „Employer Branding/Recruiting/Social Media im Bundesverbands des Personalmanager (BPM), erklärte in einem Meetup, wie Personaler das Employer Branding auf weibliche Talente ausrichten können. „Die Unternehmenskultur muss die flexiblen Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen berücksichtigen – dafür müssen Management und Fachbereiche sensibilisiert sein“, so ein Tipp für HR-Insider, den sie in München weiter vertiefte.

From HR to HR: Family matters – Der neue Fortschrittsindex Vereinbarkeit

Neben Meetups und Future Talks hat die Themenreihe auch ein hochkarätig besetztes Panel zum Thema „Family matters“ angeboten: Im Herbst 2018 startete das Familienministerium gemeinsam mit dem Bundesverband der Personalmanager und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag den „Fortschrittsindex Vereinbarkeit“. Auf der herCAREER erfahren Personaler aus erster Hand, wie sie mit dem neuen Instrument die Familienfreundlichkeit ihrer Organisationen messen und regelmäßig überprüfen können. Als Diskutantinnen waren unter anderem Petra Mackroth, Leiterin der Abteilung Familie im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Christa Stienen, Vizepräsidentin des BPM, mit dabei. Durch die Gesprächsrunde führte Dr. Katharina Schiederig, Leiterin der Bundesgeschäftsstelle des BPM.

Die 2018 neu gegründete Reihe „From HR to HR“ läuft in Kooperation mit dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) und der AllBright Stiftung.

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