„Es geht darum, Probleme unserer Gesellschaft durch innovative Lösungen zu reduzieren.“

Viele unterteilen ihr Leben immer noch in Arbeit und Freizeit. Während beim Job Geldverdienen und Anerkennung im Vordergrund stehen wird, findet in der Freizeit soziales Engagement statt, das Spaß, Selbstbestätigung und Sinn stiften soll… Bei der Social Entrepreneurship Akademie werden Menschen unterstützt, (als Sozialunternehmer) Gutes zu tun und das Engagement für das Gute mit beruflichem Erfolg zu verknüpfen. Kristina Notz, Leiterin und Teamsprecherin der Social Entrepeneurship Akademie, hat im MeetUp „Social Entrepreneurship fördern – wie (m)ein Job den Wunsch nach Sinn und sozialem Engagement erfüllt“, das von Do Work You Love präsentiert wurde, von ihrem Job und der Branche Social Entrepreneurship berichtet.

Social Entrepreneurship

herCAREER: Was gab bei Ihnen den Ausschlag in den Bereich Social Entrepreneurship zu gehen und die Akademie mit zu entwickeln?

Notz: Ich wollte schon immer anderen dabei helfen, ihre Talente herauszufinden, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und sich zu entfalten, um in unserem sozialen Gefüge selbst wirksam zu werden. Als Politologin weiß ich, wie viel Zeit systemische Veränderungen durch politische Prozesse beanspruchen können. Daher glaube ich auch an die zusätzliche Gestaltungskraft und Verantwortung des Einzelnen und seine Fähigkeit, Veränderungen in unserer Gesellschaft anzustoßen. Social Entrepreneurship bietet sich hierzu als mögliche Herangehensweise an, denn wir versuchen auf unternehmerische Weise eine Antwort auf gesellschaftliche Fragen und Probleme zu geben. Mein persönlicher „Einstieg“ ins Sozialunternehmertum war die Gründung des studentischen Ideenwettbewerbs GENERATION-D vor mittlerweile 10 Jahren, weil ich – etwas salopp gesagt – lieber etwas machen wollte, anstatt darüber zu reden.

herCAREER: Welche Bedeutung spielen Gründungen in diesem Bereich – gerade heute und in Zukunft?

Notz: Sozialunternehmen sind zwar häufig in Nischen aktiv, spielen durch ihren Unternehmergeist und ihre Risikobereitschaft aber eine bedeutsame Rolle, da sie sich mit ihrer unternehmerischen Aktivität gerade auch an unbequeme Themen wagen. Es geht darum, Probleme unserer Gesellschaft durch innovative Lösungen zu reduzieren. Damit schaffen sie einerseits Aufmerksamkeit für Themen, gleichzeitig sind sie durch die angestrebte eigene finanzielle Nachhaltigkeit dazu in der Lage, langfristig positiv zum gesellschaftlichen Wandel beizutragen.

herCAREER: Woher nehmen Sie Inspiration und Kraft?

Notz: Inspiration kommt häufig aus meiner Arbeit selbst, durch die Begegnung mit so vielen Menschen, die etwas bewegen. Es gibt mir auch Kraft zu sehen, was wir mit unserer Arbeit bei anderen bewirken. Da mir meine Arbeit großen Spaß macht, vermischen sich Arbeit und Privates sehr leicht miteinander, daher versuche immer wieder aufs Neue die Dinge so zu begrenzen, dass Raum für Privates bleibt, für Musik, Freunde, Familie…

Auf der herCAREER geht es vor allem um den fachlichen Austausch, der auf den persönlichen Erfahrungen und dem Wissen der Sparringspartnerinnen aufsetzt. Zu welchen Themen können Sie im Vorfeld / auf der Messe / im Nachgang als Austauschpartnerin fungieren – in Schlagworten?

  • Karriereentwicklung
  • Netzwerken
  • Gründen

Gibt es Themen, zu denen Sie persönlich eine/n Sparringspartner/in suchen und einen fachlichen wie persönlichen Austausch weiterführen möchten? Dann benennen Sie uns Schlagworte für ihre Themen.

  • Leadership
  • Mitarbeiterentwicklung

Wie können oder möchten Sie kontaktiert werden?

Über die Person

Kristina Notz arbeitet seit 2012 für die Social Entrepreneurship Akademie (www.seakademie.de) und ist dort für den Bereich Netzwerk verantwortlich und zugleich Teamsprecherin. Zuvor war sie als Community Manager für den Ausbau des Netzwerks des LMU Entrepreneurship Center zuständig. Außerdem bringt sie selbst Erfahrungen aus dem Bereich Social Entrepreneurship mit: Als Projektmanagerin baute sie den deutschlandweiten Ideenwettbewerb „GENERATION-D“ mit auf. Kristina Notz studierte Politologie, Europarecht und Französisch an der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Institut d’Etudes Politiques in Aix-en-Provence in Frankreich.