Seit ihrem ersten Auftritt bei der herCAREER ist Dilek Gürsoy jedes Jahr wieder dabei und bringt auch immer neue Frauen mit, die dann Teil unseres großen Netzwerks werden. Ihr erster Besuch auf der Messe war gewissermaßen die Geburtsstunde für das Buch, um das es heute geht:
In „Ich bin hier, weil ich gut bin“ schreibt sie über die Hindernisse, die sie als Frau dennoch überwinden muss, um sich in der Männerdomäne Chirurgie zu behaupten. Sie muss lernen, dass Kompetenz und Selbstbewusstsein nicht so viel zählen wie seit langem stabile Männernetzwerke und dass die Gläserne Decke erschreckend schwer zu durchbrechen ist. Ihr Motto lautet: Mach dich selbst zur Chefin, denn wer will schon warten, bis ein Mann den Chefsessel frei macht?

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Karrierelaufbahn & Bewerbung | Mentoring & Networking

Angaben zur Referent:in

Dr. med. Dilek Gürsoy aus Neuss ist eine Herz- und Kunstherzchirurgin, die seit Jahren erfolgreich operiert und an der Entwicklung eines modernen Kunstherzes mitarbeitet. Bereits 2012 implantierte die Tochter türkischer Gastarbeiter als erste Frau in Europa ein komplettes Kunstherz.

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Projektleitung: Natascha Hoffner
Redaktion und Produktion: Miku Sophie Kühmel
Moderation: Susanne Klingner

00:00:10-3 Moderation: Herzlich willkommen zum herCareer Voice Podcast. Sie sind hier richtig, wenn Sie diverse und vor allem weibliche Perspektiven auf arbeitsmarktpolitische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen hören wollen. Lernen Sie dabei von Rolemodels, ExpertInnen und Insidern und nehmen Sie wertvolle Anregungen für Ihre eigene Karriereplanung mit. Mit herCareer Voice fangen wir vielfältige Sichtweisen ebenso wie ganz persönliche Einblicke und Erfahrungen spannender Frauen ein. Von der herCareer Expo live und aus der herCareer Community.

00:00:42-2 Moderation: Dr. med. Dilek Gürsoy aus Neuss ist eine Herz- und Kunstherzchirurgin, die seit Jahren erfolgreich operiert und an der Entwicklung eines modernen Kunstherzes mitarbeitet. Bereits 2012 implantierte die Tochter türkischer Gastarbeiter als erste Frau in Europa ein komplettes Kunstherz. Seit ihrem ersten Auftritt bei der herCareer ist Dilek Gürsoy jedes Jahr wieder dabei und bringt auch immer neue Frauen mit, die dann Teil unseres großen Netzwerks werden. Ihr erster Besuch auf der Messe war gewissermaßen die Geburtsstunde für das Buch, um das es heute geht. In „ich stehe hier, weil ich gut bin“ schreibt sie über die Hindernisse, die sie als Frau dennoch überwinden muss, um sich in der Männerdomäne Chirurgie zu behaupten. Sie muss lernen, dass Kompetenzen und Selbstbewusstsein nicht so viel zählen wie seit langem stabile Männernetzwerke und dass die gläserne Decke erschreckend schwer zu durchbrechen ist. Ihr Motto lautet, mach dich selbst zur Chefin, weil wer will schon warten, bis ein Mann den Chefsessel frei macht.

00:01:55-4 Moderation: Der Titel des Buches ist ja so wie eine Selbstverteidigung. Hat schon mal jemand bezweifelt, dass du da bist, wo du bist, im Lauf deiner Karriere, einfach weil du gut bist?

00:02:06-6 Dilek Gürsoy: Wenn man Herzchirurgie macht, wirst du jeden Tag angezweifelt. Und ich fand diesen Titel einfach nur so berechtigt, weil ich es ja auch bin. Und ich finde, ich habe so viel Kritik gehört, auch von Frauen, wie kannst du das von dir behaupten und ähnliches. Und ich fand das so traurig, weil da einfach nur steht, dass ich gut bin. Und wenn ich mich verkaufen möchte, verkaufe ich mich natürlich auch als gutes Produkt und nicht als Mittelmaß. Und Männer sowieso haben damit ein Problem. Aber ich finde, das musste mal gesagt werden, damit die guten Frauen, die ja nun wirklich existent sind, mal nach vorne treten und sagen, hallo wir sind auch noch hier und wir können das gut, was wir können.

00:02:45-3 Moderation: Aber im Lauf deiner Karriere hast du ja schon oft so, eben wie du sagst, man hört es eigentlich jeden Tag, dass man da angezweifelt wird und das Buch dreht sich ja darum, dass es schon ganz klar auch so sexistische Strukturen sind, also dass du dir oft anhören musst, bist du überhaupt gut genug.

00:03:01-6 Dilek Gürsoy: Also wenn du schon als Assistenzärztin in der Herzchirurgie, als noch gar nicht mal angehende oder junge Assistenzärztin da stehst, sondern nur als Praktikantin, dann wird dir am Tisch schon gesagt, willst du das überhaupt machen, es ist so ein schwieriger Beruf, da sind nur Männer, die halt sexistische Äußerungen haben und das ist auf Dauer nicht gut für dich. Das wird dir schon von Anfang an so madig gemacht und ich fand das auch so traurig. Ich meine, die stehen ja da auch alle, weil sie es irgendwie gut finden, was sie da tun. Und da ist, glaube ich, auch eins unserer wichtigsten Aufgaben, gerade der Chirurginnen, die es geschafft haben, dass wir der jungen Generation das auch positiv vorleben und die positiven Seiten zeigen und die negativen Seiten halt Ihnen beibringen, wie sie damit umzugehen haben. So hätte ich es mir gewünscht, aber so mache ich es das jetzt für die nächste Generation.

00:03:44-1 Moderation: Das heißt einfach, du siehst da schon ganz klar so strukturelle Probleme in der Medizin oder besonders in der Herzchirurgie. Wie hat sich das dann so im Alltag, also du sagst, am Anfang kriegt man immer diese Sprüche, aber es geht ja nicht nur um diese Dinge, die gesagt werden, sondern manchmal sind ja noch schlimmer die Dinge, die dann hintenrum gemacht werden. Wie zeigt sich das dann, wenn du eben auf diesem Weg, ich meine, du hast eine sehr tolle Karriere in der Herzchirurgie gemacht, aber da von Stufe zu Stufe, wie zeigt sich das in so einem Bereich, wo man jetzt vielleicht als Laie tatsächlich denkt, es geht einfach nur um Können?

00:04:16-0 Dilek Gürsoy: Ja, also wenn du zum Beispiel am OP-Tisch stehst als junge Assistentin und du bist halt am Anfang auch langsam in dem, was du da tust, beim Nähen, beim Assistieren, du bist noch so unbeholfen und ähnliches und dann fallen auch so Sprüche wie, du gehörst nicht hierhin, guck, dass du was anderes machst oder ich hatte mal einen Oberarzt, der zu mir gesagt hatte, ich stand da ganz am Tisch und wollte nur zugucken, ja Mädchen, wenn du hier was werden willst, musst du eine Schlampe werden. Das sind so Sprüche, die schon vorangekündigt waren, deshalb habe ich mir das jetzt, ich bin ja auch ein sonniges Gemüt, ich habe mir das angehört und dachte mir, okay lass ihn mal reden, ja Opa war das damals, und man lernt das auch einfach mit der Zeit. Und man lernt mit der Zeit auch, sich auf die Sachen zu fokussieren, wofür du das Ganze eigentlich auch machst, für den Patienten. Und sobald dir das bewusst ist, wofür du eigentlich da bist und dich auch nur noch darauf fokussierst, dann blendest du alles mit der Zeit auch aus. Und wenn du einen zufriedenen Patienten hast, der dir dann auf die Schulter klopft und danke sagt, dann ist alles andere auch egal. Und so war das bei mir und das ist, glaube ich, auch mein Erfolg gewesen, dass ich meine Patienten zufriedengestellt habe und nicht irgendwelche Männer, die mir als Vorgesetzte da standen. Das habe ich mir sehr schnell abgewöhnt, denn die wechseln ja auch sehr schnell.

00:05:28-0 Moderation: Und wann war so der Punkt für dich, wo du gesagt hast, wir haben hier ein strukturelles Problem, also es sind nicht nur nervige alte Männer, die mir irgendwelche blöden Sprüche reindrücken? Wann hast du gesehen, das ist eine größere Diskussion, die wir da führen müssen?

00:05:43-9 Dilek Gürsoy: Ja, also seitdem ich mir bewusst war, dass ich wirklich gut bin und sogar besser als so manch anderer. Und das ist ja immer so, in jeder Berufsbranche, wenn du besser wirst als dein Vorgesetzter oder besser bist als die anderen und du kommunizierst das dann auch, fängst damit an zu sagen, Mensch ich bin so weit, ich könnte jenes und dieses und hast dummerweise auch noch eine klare Vision, was du vorhaben könntest, was im Sinne aller wäre, dann bist du ein ganz großes Problem und das war mir so noch nicht bewusst. Denn als junge Assistentin oder junge angehende Fachärztin bist du keine Gefahr für niemanden. Das ist aber nicht nur in der Medizin so, das ist in jeder Branche so. Und wenn du dann anfängst, wirklich selbstbewusster zu werden, die Schultern nicht mehr nach unten hältst, sondern nach oben, die Brust raus, dann wirst du tatsächlich zum Problem. Und das kann auch so ausarten, dass sie dich auch rausmobben in dem Umfeld, wo du dich gerade befindest. Und das ist mir noch mal passiert und erst dann erst recht, wenn du auch noch medial bekannt wirst, wofür du selber auch gar nichts kannst, du bist einfach medial bekannt für deine Arbeit, dafür, dass du vielleicht den ein oder anderen Politiker gesehen hast, die Hand geschüttelt hast, eigentlich für die Sache da bist, für den Patienten für die Klinik da bist und das ist einfach ein Problem. Eine Frau sollte am liebsten in den OP bei uns in der Herzchirurgie, ihre Sache gut machen, toll machen, das machen wir sowieso und einfach die Klappe halten. Und irgendwann will man das einfach nicht mehr. Man will die Klappe einfach nicht mehr halten, weil es auch nicht mehr geht, weil dir dann nur noch Vollidioten gegenüber stehen. Und das habe ich halt auch kommuniziert offen, hat mir so das ein oder andere gekostet, Geld vor allem, aber das ist okay. Deshalb sage ich, eine Frau muss sich immer finanziell unabhängig halten, damit sie jederzeit ihre Entscheidungen frei treffen kann, auch in der Chirurgie. Ich habe ein Jahr lang auf eigene Kosten gelebt und habe ein Jahr lang das gemacht, was ich wollte und das ist ziemlich gut.

00:07:40-4 Moderation: Hat sich gelohnt.

00:07:40-7 Dilek Gürsoy: Auf jeden Fall.

00:07:42-7 Moderation: Wie ist es, bist du einfach so ein Typ, also bist du so aufgewachsen, wer hat dich da geprägt, dass du einfach, also sowohl zu diesen Sprüchen als junge Frau sagst, ja lass den Opa quatschen, als auch eben dann so die Sachen trotzdem klar ansprechen oder auch in die eigene Hand nehmen, woher kommt das oder musstest du das lernen?

00:08:01-6 Dilek Gürsoy: Habe ich auch im Buch erzählt, dass meine Mutter natürlich eine ganz große Rolle da spielt. Meine Mutter ist im Dorf in der Türkei geboren und aufgewachsen. Sie ist Analphabetin, durfte nicht zur Schule, weil sie auf die Eltern aufpassen musste. Meine Mutter hat 47 Jahre lang am Fließband gearbeitet als Gastarbeiterin, also so Vergaserfirma war das. Und selbst da hatte sie Leute, die ihr etwas nicht gegönnt haben, weil sie mehr Akkordstücke geleistet hat als die anderen, also so banale Sachen. Also was ich in der Herzchirurgie erlebe, hat Mama schon am Fließband erlebt, ja muss man sich mal so vorstellen. Und dann hast du natürlich auch eine Witwe auf einmal mit 36, die dir etwas vorlebt als Analphabetin, aber trotzdem sehr intelligente Frau, die sich durch das Leben boxt für ihre Kinder und dann habe ich mir das natürlich auch abgeguckt. Sie war sich für nichts zu schade, das auf der einen Seite, aber hatte auch natürlich auf der anderen Seite ihren Stolz und den sollten wir uns alle bewahren. Und der ist so wichtig, damit du dann wirklich nicht im Abgrund landest. Weil hätte ich nicht meinen Stolz, auch gerade in meiner Fachrichtung, hätte ich wirklich die Klappe gehalten und wäre halt in den OP rein und raus und hätte meine 0815 OPs gemacht. Und das hat sie mir vorgelebt und dafür bin ich ihr dankbar. Und jeder fragt mich manchmal, ist denn dieser Job in der Herzchirurgie nicht zu schwer, du stehst stundenlang im OP und so weiter und dann sage ich immer, meine Mutter stand acht Stunden lang am Fließband, hatte nur 15 Minuten Pause und sie hat es ja irgendwie auch geschafft. Und deshalb muss man sich die Sachen auch nicht so selber madig reden. Man muss versuchen, positiv in die Sache reinzugehen, das habe ich immer gemacht. Es kommen manchmal schwierige Tage, wo du denkst, Hilfe, wo ist der reiche Mann, den ich mal heiraten kann und alles ist vorbei die Problematik. Der kommt nicht, das kann ich euch sagen. Deshalb muss man einige Sachen auch absitzen. Das ist okay.

00:09:48-0 Moderation: Und du sagst ja, also im Buch ist ja eigentlich, dass du sagst, wir müssen öffentlich darüber reden und wir müssen miteinander darüber reden. Hat es denn schon angefangen, gibt es mittlerweile jetzt so ein bisschen eine Diskussion in der Branche über diese Strukturen?

00:10:05-3 Dilek Gürsoy: Auf jeden Fall. Es hat sich jetzt seit Januar diesen Jahres das Chirurginnen Netzwerk gegründet. Auch durch exzellenter Chirurginnen, auch Topfrauen, die sich jetzt zusammengetan haben und endlich mal das initiiert haben. Und man merkt einfach noch mal, was für ein Bedarf da ist. In kürzester Zeit gab es so viele Mitglieder, Chirurginnen, egal jetzt ob Herz, Allgemein, HNO-Ärzte, Augenärzte. Und da bewegt sich tatsächlich auch was, auch in den Fachgesellschaften. Auf einmal hat man eine Frau im Vorstand drin, was vorher nicht der Fall war. Und dann auch noch gute Frauen, die, wenn du dir die Lebensläufe durchguckst, auch wirklich besser sind als diejenigen, die sie da reingeholt haben. Und es ist egal, auch wenn eine nur reingeholt wird, weil sie eine Frau ist. Im Moment sind wir in dieser Phase, wo wir das einfach akzeptieren müssen, bis wir die Überhand haben. Und das dauert nicht lange.

00:11:00-1 Moderation: In diesem Netzwerk, wie sind da die Ansätze, was wird da genau gemacht? Also sagt man einfach, okay wir setzen uns Quoten zum Beispiel oder wie kommt man denn dann trotzdem gegen so was an wie diese Sprüche oder so?

00:11:11-9 Dilek Gürsoy: Also man muss tatsächlich, ich wusste ja auch selber nicht, was netzwerken bedeutet, das muss man ja ehrlich gestehen. Erst mit der herCareer tatsächlich 2017 hier, wo ich meinen ersten Impulsvortrag hatte und Natascha irgendwie mich angeschrieben hatte und gesagt hat, Mensch Frau Gürsoy können Sie da nicht mal zu uns auf die Messe kommen und so einen Impulsvortrag halten? Ich musste erst googeln, was ein Impulsvortrag ist. Und dann hatte ich 2017 kam ich her, das war halt irgendwo anders damals, auch wieder so tolle Frauen. Damals dachte ich, ihr seid alle Tussen, weil das ist nicht meine Welt gewesen damals, weil wirklich, wir Frauen in der Herzchirurgie unterstützen uns sowieso nicht, wieso sollt ihr mich jetzt unterstützen, so nach dem Motto. Und ich wurde eines besseren belehrt. Und mich haben Frauen angesprochen, die mit dem Thema nichts zu tun hatten, aber dieselben Problematik hatten. Chauvinistische Sprüche, Karrierechancen nicht, die wir eigentlich bräuchten. Also einfach toll, also ich gehe mittlerweile auch auf Leute zu, also auf Frauen vornehmlich auch auf diesen Messen und spreche sie einfach an. Und so kommt man ins Gespräch und so bringt das eine das nächste und so funktioniert das einfach. Ja und dann findet man Punkte, wo wir dann auch uns austauschen können und uns verbessern können. Und ich sage immer, man soll, das sage ich immer in meinen Gesprächen mit den Geschäftsführern oder mit den Investoren, die dürfen auf keinen Fall die Macht der Frau unterschätzen. Und erst recht nicht, wenn sie zuhauf kommen und das ist schon enorm. Und das stärkt mich auch in der Phase, wo ich in dieser Findungsphase war, haben ich diese Netzwerke gestärkt, die mich ja empowert haben, wo ich vielleicht, ja Selbstzweifel habe ich jetzt nie gehabt, aber in so Phasen, wo es mir nicht gut ging, dann auf einmal so eine Interviewanfrage kam und wir das Thema noch mal erörtert haben, das war auch ein bisschen Therapie, muss man sagen.

00:12:57-8 Moderation: Und sind es dann, also eben das eine ist so Empowerment, indem man sich unterhält und zum Beispiel einfach miteinander feststellt, das ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles Problem. Aber gibt es denn auch zum Beispiel so Pläne, dass man eine Antidiskriminierungsklausel zum Beispiel in der Klinik versucht durchzusetzen? Oder ganz naiv jetzt mal gefragt, also kann man irgendwie da auch das System richtig so packen?

00:13:20-8 Dilek Gürsoy: Noch nicht. Also in der Medizin noch nicht, weil wir gerade auch in der Herzchirurgie, wir haben 80 Kliniken in Deutschland und alles sind männliche Chefärzte, mit solchen Positionen besetzt. Und solange sich das nicht ändert, solange wir die Ambitionen nicht kundtun, dass wir auch Führungspositionen innehaben wollen, wird auch so schnell nichts passieren. Denn, wenn ich mir den Klinikalltag jetzt so vorstelle, du bist eine junge Oberärztin oder bist in deinem Trott, bist vielleicht auch noch Mama, hast Wohnung gekauft, Haus gekauft, hast einen Kredit, dann gehst du nicht so nach vorne, so wie ich, die jetzt so kinderlos ist und unabhängig ist. Also das will ich denen auch nicht abverlangen. Deshalb müssen halt Frauen, so wie ich, die was riskieren, die es auch vielleicht können von ihrem Charakter her, einfach nach vorne treten, diese Führungspositionen einfach innenehmen, sich selber dann auch und versuchen, das von innen heraus dann zu ändern. Denn jetzt, ich gehe zu einem Geschäftsführer hin oder zu einem Chef und sage, bitte ändere das für mich, würde er niemals machen, niemals. Weil einfach seine Community, sprich die männliche einfach, stärker ist aktuell.

00:14:30-4 Moderation: Jetzt will ich mal ganz kurz einen Exkurs machen. Also nicht nach innen schauen, sondern nach außen. Warum ist es überhaupt wichtig, dass es diverse zum Beispiel Herzchirurginnen, Herzchirurgen gibt oder in der Medizin allgemein? Warum ist es nicht eigentlich egal, dass da nur Männer sind, die operieren und Ärzte sind, warum brauchen wir denn Diversity so im ganzen Gesundheitsbereich?

00:14:53-5 Dilek Gürsoy: Herzpatienten, sage ich, aber auch alle anderen Patienten, Krebspatienten, die chronisch kranken Patienten brauchen einfach weibliche Einfühlsamkeit, das ist so. Das ist ein enormer Unterschied für den Patienten, das merke ich an meiner Person, aber auch in meinem Umfeld, aber auch im Team. Wenn du im Team 50 Prozent hinkriegst mit der Aufteilung der Oberarztstellen, sage ich mal, dann ist das auch ein ganz anderes Feeling und du erziehst die Kollegen auch ganz anders mit in der Phase. Also wir dürfen das Feld nicht überlassen den Männern und dass sie das Gefühl bekommen, okay das geht jetzt die nächsten 20 Jahre so weiter. Und das ist ja allein für das Wohlbefinden des Patienten sehr wichtig, aber auch für dein eigenes Wohlbefinden und für das Wohlbefinden in der nächsten jüngeren Generation. Und dafür muss man sich einfach einsetzen. Und da gibt es halt viele mehr Frauen wie mich und gerade im Netzwerk Chirurginnen .com es kommt. Und wir müssen nicht die Ellenbogen ausfahren, aber wir müssen bestimmt immer einen Schritt voraus und auch mit einem ruhigen Ton einfach nur klarmachen, was wir hier können und das, was wir können, ganz gut machen.

00:16:03-6 Moderation: Du hast ja sehr krasse Erfahrungen gemacht, als du dann jetzt vor zwei Jahren so ungefähr dann deine Ansprüche sehr klar gemacht hast. Reden wir erst mal darüber so. Also wo bist du dann an die Grenzen gestoßen, wo war für dich dann tatsächlich Schluss?

00:16:19-0 Dilek Gürsoy: Also ich wurde gerade frisch zur Medizinerin des Jahres 2019 gekürt, hatte vorher den /unverständlich/-Award gewonnen. Dann dachte ich, so jetzt habe ich es geschafft, jetzt nehmen mich alle mit offenen Armen entgegen, dem war aber leider nicht so. Ich habe dann versucht, diese Mission des Kunstherzzentrums, also eine Klinik für schwer herzkranke Patienten, mit meiner Forschungsexpertise in einer Klinik unterzubringen. Wir haben 80 Zentren, habe ich eben erwähnt, und ich habe, glaube ich, 40 besucht, also mit 40 Männern gesprochen und ihnen versucht oder vertickert, dass ich ja eine gewisse Expertise habe in einem bestimmten Fachbereich und diese gerne aufbauen würde unter ihrer Leitung. Also ich wollte ja den Chef jetzt nicht nach einer Chefposition fragen, sondern einfach für eine Abteilungsleitung. Und ich bin ja medial bekannt, ich könnte das nach vorne treiben, ich bin in der Forschung, ich mache da sehr gute Arbeit. Und ich habe das ja als junge Assistentin immer gesehen, dass das bei den Männern immer ganz gut geklappt hat, wenn sie irgendwo im Fernsehen waren. Aber bei mir war tatsächlich ein Problem. Und dann habe ich einem Chef erzählt, dass mein Buch bald rauskommt, dann fragt er nach dem Titel. Da habe ich gesagt, ja „ich stehe hier, weil ich gut bin“, dann sagt er, ich würde das von mir nie behaupten. Ich sage, das ist dann Ihr Problem. Aber dieser Buchtitel hat mir eine Stelle gekostet, aber das ist okay, das sollte auch nicht so sein. Ich bin dann im Streit aus diesem Zimmer rausgegangen, weil er meinte, ich hätte ihn des Sexismus beschuldigt, weil ich gesagt habe, ich habe dieses Buch genau wegen Männern wie ihm geschrieben, dass sie endlich mal kapieren, wer wir sind und wofür wir eigentlich da sind, nicht nur zum schönen Assistieren bei schwierigen Operationen, sondern für eigenständige Operationen. Also das ist echt eine krasse Situation gewesen, hätte ich so auch nie erwartet, dass da auf einmal auch Professoren sitzen, also Ordinarien, die beim Mittagessen dir gegenüber sitzen und breitbeinig da in ihr Brot reinessen und dir gleichzeitig sagen, schöne OP eben. Wo ich dachte, das kann es doch jetzt gerade nicht sein. Aber es ist gut, ich habe diese Erfahrung gemacht, es hat mich noch mal ruhiger gemacht, entspannter gemacht, weil ich mir gesagt habe, ich werde jetzt keine Energie verschwenden, diese Leute zu ändern. Ich muss mich ändern, ich muss mein eigenes Gedankengut ändern und dann läuft es auch besser.

00:18:31-1 Moderation: Aber 40 Gespräche ist ja schon krass einfach. Also gerade wenn man eben medial bekannt ist, denkt man, man geht zu einem, vielleicht stimmt die Chemie nicht so, geht man zu zwei oder drei und dann hat man eine Unterschrift irgendwie. Also würdest du das auch darauf zurück? Also es gibt ja tatsächlich, bei Gründerinnen ist es de facto so, Frauen kriegen zum Beispiel weniger Investitionsgeld als Männer, und zwar sehr massive Unterschiede gibt es da. Ist es das gleiche Phänomen am Ende, also dass man Frauen da nicht vertraut, dass sie jetzt so eine Abteilung aufbauen könnten?

00:19:00-8 Dilek Gürsoy: Ich glaube, das würde es schon, wenn ich medial nicht so bekannt wäre und so präsent gewesen wäre, hätte ich, glaube ich, eine Stelle gekriegt. Aber ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass ich unserer Bundeskanzlerin die Hand schütteln durfte. Also ich habe Sachen erlebt, die Männer eigentlich mit Mitte 60 erleben, habe ich mit Mitte 40 erlebt. Und das ist ein Problem. Man glaubt es nicht. Und ich habe in einem Podcast gesagt, das sind Männer, die einfach mit sich selber nicht im Reinen sind und deshalb gönnen sie dir nichts. Und da brauchst du dich auch nicht mehr querzustellen oder auch dich so fertig zu machen, deine Energie zu verbrauchen, es nützt nichts, versucht es erst gar nicht weiter. Wenn der liebe Gott es will, dann kommt der schon zu euch derjenige, was mir dann auch so passiert ist. Ich habe irgendwann aufgehört und habe gesagt, jetzt mache ich mein Ding selber und dann kam es.

00:19:52-0 Moderation: Und dieser Beschluss, einfach aufzuhören, war der eigentlich damit verbunden, mit dem Beruf aufzuhören, doch wahrscheinlich nicht?

00:19:58-8 Dilek Gürsoy: Nein, auf keinen Fall. Also ich habe auch gesagt, kein männliches Ego bringt mich vom OP-Tisch weg und das habe ich mir auch geschworen, weil ich habe auch da Beispiele gesehen, Topfrauen, ich war Mitte 20, damals waren das junge Oberärztinnen, die einfach gegangen sind mit Ende 30. Wo ich dachte, warum denn, das sind doch jetzt topausgebildete Frauen, wieso gehen sie? Dann sagen sie, ich habe mich doch für Familie entschieden, für Kind entschieden. Ich habe das nicht verstanden, dass das entweder oder sein musste damals. Und ich habe nur entschieden, wenn mir keiner einen richtigen Job geben will, dann sorge ich dafür, dass ich selber mir einen Job gebe. Und das war mein Plan und den habe ich jetzt erfüllt.

00:20:35-8 Moderation: Ja, genau. Also da ist jetzt der nächste Schritt, der ist zu dir gekommen der Job. Das ist nicht mehr im Buch, also eine Preview auf was danach geschah. Genau, erzähl einfach mal ein bisschen, wie das letzte Jahr so für dich lief dann.

00:20:47-8 Dilek Gürsoy: Ja, also nach diesen Gesprächen, also letztes Jahr im Sommer habe ich mir gedacht, so jetzt ist Schluss. Und ich habe mir gesagt, ich wollte immer schon ein Kunstherzzentrum gründen, das habe ich aber schon vor zwei, drei Jahren gesagt und habe ich ganz groß gedacht am Anfang, große Klinik, 20 Intensivbetten, fünf OPs und so weiter. Und da habe ich gemerkt, das ist einfach noch zu viel, to much. Ich bin nur eine einfache Chirurgin und ich kann in diesen Sphären noch nicht denken. Aber ich musste irgendwie wieder anfangen. Also habe ich entschieden, eine kleine Privatpraxis zu gründen. Wieso privat? Weil wir als Herzchirurgen keine Kassenzulassung kriegen, das ist einfach so. Und ich habe mich da ein bisschen durchgelesen und habe mir ein Büro gemietet, also quasi eine Praxis aufgemacht, das ist aber nur ein Räumchen, ein Zimmer, das ich mir sehr schön eingerichtet habe, um auch dieses Klientel an Privatpatienten anzuziehen, und zwar in so einem Medical Center mitten in Düsseldorf. Und ich wusste, dass es in diesem Medical Center auch eine Privatklinik gibt, die Klinik Beletage(?) und ich wusste, dass die OP-Säle haben. Also ich dachte, ich gehe schon mal rein, habe mich da also eingemietet, habe meine Privatpraxis eröffnet und habe drei Monate erst mal Däumchen gedreht. Ich sage, ich bin doch so bekannt, wo sind denn die ganzen Patienten? Und dann habe ich mein Webseite eingerichtet, dann habe ich noch mal ein bisschen selber was gepostet und auf einmal kamen sie diese Patienten. Und auch sehr viele nicht Privatpatienten, die einfach Honorar bezahlen wollten, um einfach eine gute Meinung zu hören. Und wie das halt so ist, ich schwirrte natürlich in dem Haus rum, viele Kamerateams, das hörte ja auch dann nicht auf. Dann war das ZDF mal da, dann war die ARD da. Ich war am Drehen, hatte zwar noch keine Patienten, aber ich war immer noch präsent. Und das hatte dann natürlich der Klinikinhaber gesehen von der Privatklinik. Ich habe selber bei ihm einen Termin organisiert, weil ich fragen wollte, kann ich hier operieren, haben Sie eine Intensivstation? Und dann haben wir ein bisschen gequatscht von hier und da, von meiner Vision. Und da habe ich halt einen Mann getroffen, der selber auch viel durchgemacht hat, an den auch niemand geglaubt hat, der vor fünf Jahren die Klinik gegründet hat, neurochirurgisch und orthopädisch operiert, vier OP-Säle, eine Normalstation privat, und sie akquirieren Patienten aus dem Ausland primär, aber auch deutsche Patienten. Und eine Woche nach unserem Gespräch kam er runter zu mir in mein Büro und meinte, Frau Gürsoy, ich glaube an Ihre Vision, hier ist Ihr Chefarztvertrag, wir bauen diese Abteilung hier auf. Und ich bin seit Februar diesen Jahres halt Chefärztin einer Privatklinik und baue diese Abteilung auf. Wir sind schon soweit, dass wir jetzt bald, nachdem wir die Kooperation mit einer normalen Klinik haben, operieren können. Wir bauen eine Intensivstation auf und ich werde bald loslegen können und es sind, nur zur Info, noch mehr Patienten geworden in der Zwischenzeit Und ich finde das halt so krass, dass auch gerade viele normale gesetzlich versicherte Patienten zu dir kommen, weil sie sich einfach in den normalen Krankenhäusern nicht mehr wohlfühlen. Das war uns damals nicht bewusst, die Leute sind bereit, dir ein bestimmtes Honorar zu zahlen, um einfach nur anderthalb Stunden mit dir zu quatschen. Jetzt war vorgestern eine Patientin bei mir, die braucht eine Herz-OP, junge Patientin, AOK-versichert. Dann sagt sie zu mir, ich möchte von Ihnen operiert werden, wieviel kostet das? Ich sage, das sind Beträge, das willst du hier nicht und das musst du auch nicht. Aber die Leute wollen das verdiente Geld für eine gute medizinische Leistung loswerden. Und das finde ich halt so schade. Und das spricht wiederum dafür, dass gute Ärzte, wenn sie in dem System nicht mehr bestehen können und ich bin nicht die einzige, es gibt so viele gute Beispiele, Ärztinnen, Forscher, Biontech zum Beispiel hat ja auch erst mal eine eigene Firm gegründet, bevor sie überhaupt das machen konnte, was sie machen durfte. Und ich sage immer, wenn man uns diesen Visionären in dem bestehenden System keinen Platz gibt, dann machen wir unsere eigenen Systeme. Und so kommt es, dass wir halt erst mal auf Privatbasis operieren können, aber die Patienten sind bereit dazu. Und das finde ich irgendwo schade, weil man möchte ja jedem gerecht werden irgendwo und nicht immer alles auf Geld, Geld, Geld. Und ich muss aber Geld verlangen, hat mir mein Anwalt gesagt, das ist sonst rechtlich nicht möglich, dass du da aktiv bist. Aber gut. Wie gesagt, ich habe meinen Weg gefunden. Jetzt hören natürlich meine Kollegen alle, gerade die 80 herzchirurgischen Chefärzte in Deutschland, dass es jetzt auch eine Frau gibt, aber in der Privatklinik, alles gut.

00:25:11-9 Moderation: Ja, also ich kann es total nachvollziehen, dass die Leute dann wirklich sagen, ich will von dir operiert werden und ich gebe gerne viel Geld aus. Also eine Herz-OP hat man ja jetzt auch nicht alle Tage. Das ist jetzt wahrscheinlich nicht wie eine Miniskus-OP oder so, sondern da geht es ja ganz viel um Vertrauen einfach auch.

00:25:24-8 Dilek Gürsoy: Also ich finde das so schade, dass das hier in Deutschland ist. Wir leben mitten in Deutschland, ich bin hier geboren und aufgewachsen und man war hier immer gut medizinisch versorgt. Aber ich habe natürlich auch an meinem Beispiel gemerkt, die guten Leute werden nicht geduldet in den Systemen. Das heißt, in den Krankenhäusern, wo du bist. Wir habe ja nicht nur 80 gute Herzchirurgen, wir haben bestimmt mehr gute Herzchirurgen, nur 80 dürfen bestimmen, wer weiterkommen darf und wer nicht. Allein das Konzept stimmt für mich ja auch nicht. Nicht nur in der Herzchirurgie, sondern generell in der Medizin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn du Chefarzt bist in einer Klinik, eine enorme Macht auf einmal bekommst und wenn du Pech hast, triffst du auf einen schlechten Menschen, der kein Gewissen hat und der halt mit sich selber nicht tim Reinen ist, was ich eben gesagt habe. Und dann stehst du da. Und davon haben wir dummerweise einige, und wir reden hier, wir sind keine Bankleute, die irgendwelche Gelder hin und her schieben. Wir sind Menschen, die für Menschen da sind und Menschenleben retten sollen und nicht irgendwie manipulieren sollen. Ganz schlimm.

00:26:35-3 Wenn Sie jetzt Lust haben, in die Unterhaltung einzusteigen, dann besuchen Sie uns auf der nächsten herCareer Expo in München und netzwerken Sie zusammen mit tausenden ExpertInnen aus den verschiedensten Branchen und Fachbereichen. Oder fangen Sie gleich von zu Hause aus an, zum Beispiel über www.hercareer-lunchdates.com. Ob virtuell oder im Reallife, wir vernetzen Sie gern. Wenn Sie gerade eine neue Herausforderung suchen, dann probieren Sie unbedingt www.hercareer-jobmatch.com aus. Bei Fragen zum Podcast schreiben Sie uns einfach eine Mail an podcast@her-career.com . Abonnieren Sie den herCareer Voice Podcast auf iTunes, Spotify oder wo immer Sie Ihre Podcasts hören und empfehlen Sie uns an Ihre liebsten KollegInnen. Alle Episoden gebündelt finden Sie zum Beispiel unter www.her-career.com/podcast . Wir sind glücklich und stolz, dass Sie ein Teil der herCareer Community sind. Danke, dass Sie anderen zuhören, um uns alle weiter zu bringen. So klingt female Empowerment.