Food-Startup: Von der Produktentwicklung zum Scale-up

Erfahrungen aus dem Food-Startup Leben

Jenny Müller ist Geschäftsführerin und Gründerin von DIE FRISCHEMANUFAKTUR. Ihr Startup DIE FRISCHEMANUFAKTUR will eine nationale Marke für Fresh-Cut Obst in den deutschen LEH einführen. Grundlage dafür ist eine konstant hohe Qualität und Haltbarkeit von 8-10 Tagen durch hygienische Produktion, Schutzatmosphäre und Vitamin C-Coating. Jenny Müller promovierte in Marketing an der Handelshochschule Leipzig. Nach 5 Jahren in der Konzernstrategie bei der REWE Group kennt Sie sich im europäischen Lebensmitteleinzelhandel sehr gut aus und besitzt ein großes, belastbares Netzwerk.

Wie macht man frisch geschnittenes Obst 10 Tage haltbar? Wie kommt man auf die Idee? Und wie bekommt man das dann in großen Mengen produziert? Dr. Jenny Müller, Gründerin des Startups DIE FIRSCHEMANUFAKTUR erzählt aus Ihren Erfahrungen und steht für alle Fragen zur Verfügung.

Dieses MeetUp ist Teil der Karriere-MeetUps bei der herCAREER 2018, Ort und Zeitpunkt finden Sie im Programm.

Was war die größte Herausforderung bei der Ihrer Gründung – wie haben Sie das Problem gelöst?

Die Herausforderungen wechseln ständig, kaum hat man eine vermeintlich unüberwindbare Herausforderung gelöst, gibt es sofort wieder eine Neue.

Aktuell ist für uns die Zertifizierung als IFS Broker eine große Herausforderung.

Eine wirklich große Herausforderung war unsere Schutzsatmophäre-Maschine aus Italien zu bekommen. Wir hatten unseren Lieferanten ausgewählt, weil er uns 6 Wochen Lieferzeit versprochen hatte. Unser Fehler war in dem Vertrag, keinen Liefertermin festzusetzen. Dadurch haben wir Monate darauf gewartet ohne weiterzukommen und hatten keine wirkliche Handhabe. Am Ende habe ich mich selbst ins Auto gesetzt und bin nach Italien zu dem Lieferanten gefahren, um deutlich zu machen, wie wichtig das für uns ist. Dann kam sie in 2 Wochen – wir hatten aber eben auch schon über 3 Monate gewartet.

Wie kann man eine Idee in ein sinnvolles Business Modell übertragen?

Ganz klassisch sich einmal konzentriert hinsetzen und eher mit pessimistischen Annahmen einen Business Case rechnen. Wenn sich das dann lohnt – EINFACH LOSLEGEN UND MACHEN!!

Was raten Sie Frauen mit innovativen Ideen, womit sie anfangen sollten, damit aus der Idee ein zukunftsfähiges Business werden kann? 

Am besten mal ausrechnen wie weit man ohne Finanzierung kommt und das dann auch wirklich machen. Und während der Zeit parallel nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Da gibt es echt viel – von Gründerstipendien (hier früh nach Möglichkeiten suchen, bevor die Firma rechtlich gegründet wurde) über Acceleratoren bis hin zu Business Angels und Venture Capital. Je weiter man alleine kommt, desto einfach wird es eine Finanzierung zu finden… Am Ende findet sich immer eine Lösung, nur nicht abschrecken lassen!

Auf der herCAREER geht es vor allem um den fachlichen Austausch, der auf den persönlichen Erfahrungen und dem Wissen der Sparringspartnerinnen aufsetzt. Zu welchen Themen können Sie im Vorfeld / auf der Messe / im Nachgang als Austauschpartnerin fungieren – in Schlagworten?

  • Prototypentwicklung in der Food Branche
  • Finanzierung über Fördermittel

Gibt es Themen, zu denen Sie persönlich eine/n Sparringspartner/in suchen und einen fachlichen wie persönlichen Austausch weiterführen möchten? Dann benennen Sie uns Schlagworte für ihre Themen.

  • Kühllogistisk

Wie können oder möchten Sie kontaktiert werden?