„Und irgendwann muss man dann tatsächlich einfach springen und loslegen.“

Entwicklung und Markteinführung

BALIS ist ein junges Startup aus München, das für innovativen Limonaden-Genuss steht und dafür, dass aufwendige Getränke aus der Gastronomie vereinfacht und damit überhaupt oder vermehrt dem Markt zugänglich gemacht werden. Im Rahmen des Meet-Ups „Von der Idee zum fertigen Getränk – Insights zur Entwicklung und Markteinführung einer innovativen Limonade“ auf der herCAREER wird Co-Founder und Managing Director Jasmin Redweik einen detaillierten Einblick in die Entwicklung des ersten Produkts der Firma, der Basilikum-Ingwer-Limonade, gewähren – inklusive der Herausforderungen der Getränke-Industrie sowie wichtigen Learnings, wenn man sein eigenes Produkt kreieren möchte.

Was hat Sie in Bezug auf Ihre Idee sicher gemacht?

Die Idee zu BALIS und unserem ersten Produkt, der Basilikum-Ingwer-Limonade, wurde in der Loretta Bar in München geboren. Kris, ebenfalls Gründer und Inhaber der Loretta Bar, verkauft schon seit Jahren dort sehr erfolgreich den Gin Basil Mule – auch mal ohne Alkohol. Das war zum einen schon ein sehr guter Beweis, dass diese Mischung am Markt großen Anklang findet. Zum anderen haben wir, während wir an BALIS entwickelt haben, auch immer wieder unser Netzwerk aktiviert und sowohl die Mixtur als auch Design und andere Produktkomponenten mit Endverbrauchern getestet. Das hat uns extrem geholfen unser Produkt für den Markt zu entwickeln und uns sicherer zu fühlen – da es ja ein Erfrischungsgetränk mit Basilikum und Ingwer so bislang noch nicht gab. Und irgendwann muss man dann tatsächlich einfach springen und loslegen.

 Wie gingen Sie mit Rückschlägen und Zweifeln um?

Rückschläge und Fehler passieren, das gehört einfach dazu. Das Wichtige ist nur, wie man mit ihnen umgeht. Aus ihnen zu lernen und stärker weiterzumachen, ist das Allerbeste. Und weil einfach immer wieder etwas passiert, nimmt man sich mit der Zeit auch alles etwas weniger zu Herzen… Man wird entspannter.

Und es gibt da einen sehr guten Spruch, den wir uns alle auf die Fahne geschrieben haben und der da lautet: „A no is only a no for now.“ Was so viel heißt wie, dass ein Nein immer nur für diesen Moment gilt und niemals für alle Zeiten. Das ist super wichtig für alle Bereiche, aber vor allem für den Vertrieb, damit man dranbleibt und immer wieder aufs Neue mit kreativen Ideen beim Kunden ankommt und sich nicht so schnell entmutigen lässt.

Was war denn die wichtigste Lektion, die Sie in dem ganzen Prozess von der Idee bis zur Markteinführung lernten?

Das wichtigste ist, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Das klingt zunächst total logisch, aber allzu oft wird dieser wichtige Aspekt auf dem Weg vernachlässigt. Am Ende hat ein Unternehmen nur dann wirklich Erfolg, wenn es etwas anbietet, was Kunden wollen oder brauchen. Daher halte ich es für essentiell, sich früh die Meinungen von potenziellen Kunden einzuholen, Design, Geschmack und Funktionalität wirklich auf Herz und Nieren zu testen und seine eigenen Vorlieben auch mal in den Hintergrund zu stellen. Auf diese Weise kann es gelingen, ein Produkt zu erschaffen, das bei der breiten Masse Anklang findet und tolle Erfolgschancen hat.

Wie schafften Sie sich drauf, was Sie wissen mussten? Wie bleiben Sie heute am Ball? Wie fanden Sie Unterstützer?

Ich habe mich natürlich schon mit der Materie beschäftigt, mir etablierte Marken und Startups angeschaut, um deren Geschichte und Vorgehen zu verstehen und insgesamt versucht zu umreißen, wie die Branche funktioniert. Hier hat Kris uns viele wertvolle Einblicke geben können, weil er schon seit 20 Jahren in der Gastronomie tätig ist und so auf jeden Fall diese Seite abdecken konnte und weiß, wie Gastronomen ticken.

Aber ganz viel haben wir einfach auf dem Weg gelernt. Denn man kann sich nichts aneignen, wovon man nichts weiß. Und das ist auch völlig okay. Und gerade aus dem Grund ist es wichtig, dass man an irgendeinem Punkt auch einfach losgeht – weil man so vieles vorher nicht wissen kann und es den perfekten Zustand oder Moment nicht gibt…

Am Ball bleiben wir durch Austausch in der Branche, mit Partnern, Kunden und natürlich auch durch die Medien, die einem einen guten Überblick verschaffen, was aktuell so los ist am Markt.

Und zum Thema Unterstützer: wir sind richtig glücklich und oft überwältigt, wie viele tolle Menschen und Helfer wir auf dem Weg getroffen haben, die an uns als Personen, aber auch an unser Produkt voll und ganz glauben. Authentizität ist hier denke ich ein sehr wichtiges Schlagwort. Wenn man getreu seiner Werte sein Unternehmen führt und stets bescheiden und am Boden bleibt, dann helfen einem Leute auch echt gern.

Und es gibt glaube ich kein schöneres Gefühl als diese ehrliche Unterstützung. Und wir arbeiten jeden Tag hart dafür, dass wir weiterhin einen guten Job machen und selbst auch etwas zurückgeben können.

Auf der herCAREER geht es vor allem um den fachlichen Austausch, der auf den persönlichen Erfahrungen und dem Wissen der Sparringspartnerinnen aufsetzt. Zu welchen Themen können Sie im Vorfeld / auf der Messe / im Nachgang als Austauschpartnerin fungieren – in Schlagworten?

  • Entrepreneurship
  • Produktentwicklung
  • Food & Beverage
  • Work-Life-Balance
  • Female Leaders

Gibt es Themen, zu denen Sie persönlich eine/n Sparringspartner/in suchen und einen fachlichen wie persönlichen Austausch weiterführen möchten? Dann benennen Sie uns Schlagworte für ihre Themen.

  • Persönliche Weiterentwicklung
  • Coaching
  • Mindful Empowerment

Wie können oder möchten Sie kontaktiert werden?

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