„Es ist hier absolut an der Tagesordnung, dass die Mütter und Väter kleiner Kinder arbeiten. Also ‚Rabenmütter und -väter‘ gibt es hier gar nicht und das tut unendlich gut!“

Disruptives Denken und Handeln

Katharina Miller, Gründerin von 3C Compliance, einer Anwaltskanzlei spezialisiert auf Corporate Compliance und Corporate Social Responsibility, ist davon überzeugt, dass wir nur durch disruptives Denken und Handeln weiterkommen. Disruptives Denken und Handeln hat sie dahin geführt, wo sie heute steht, lebt und arbeitet. Ein eigenes Unternehmen zu führen und gleichzeitig Mutter dreier Kinder zu sein ist anstrengend, aber für sie dennoch die schönste Herausforderung in ihrem Leben. Auf der herCAREER wird Katharina Miller in ihrem MeetUp „Leave your comfort zone and be disruptiv!“, das von 1World Social Captial Program präsentiert wird, ihre Erfahrungen und Denkweise weitergeben.

 Was gibt Ihnen Kraft und Antrieb, Ihre Agenda zu verfolgen, auch mit drei Kindern?

Der erste und wichtigste Antriebsfaktor ist, dass ich meine Familie ernähren möchte! Dass ich das mit meinem eigenen Unternehmen machen kann, ist ein wundervolles und sehr befriedigendes Gefühl. Ausserdem ist unsere Anwaltsboutique 3C auch darauf ausgerichtet, Unternehmen besser zu machen und weltverbessernde Projekte durchzuführen. Auch wenn meine Kinder manchmal unglaublich anstrengend sein können, sind sie und mein grossartiger Mann meine grösste Kraftquelle.

Wie findet man den Mut, disruptiv zu denken und zu handeln?

Dies kann ich nur für mich individuell beantworten, jedoch bin ich fest davon überzeugt, dass es anderen genauso geht. Ich war schon immer eine Querdenkerin und ich liebe individuelle Ansätze für vieles, was ich mache. Ich muss lediglich von einer Sache überzeugt sein und manchmal dauert es ein bisschen, bis ich alle Wenn und Aber abgewägt habe. Aber sobald ich überzeugt bin, gibt es kein Halten mehr.

Gibt es auch so etwas wie „disruptive“ Elternschaft?

Diese Frage gefällt mir sehr gut, vielen Dank! Vielleicht kann ich die Frage beantworten, wenn ich definiere, was ich unter „disruptiver“ Elternschaft verstehe. Wenn das bedeutet, dass mein Mann und ich einen individuellen Ansatz haben, wie wir unsere Söhne erziehen, dann stimme ich dem absolut zu. Ich habe viele Schwangerschaftsbücher und Elternratgeber im Regal und eigentlich noch kein einziges dieser Bücher gelesen. Wir leben einfach unser Leben und wenn etwas nicht stimmig ist, dann halten wir inne und versuchen es anders zu machen. Witzigerweise fühle ich mich immer sehr beobachtet und kritisiert, wenn wir deutschen Besuch bei uns haben. Dann fallen so besorgte Kommentare wie „die gehen aber spät ins Bett“ oder „die sehen ja so glücklich aus, obwohl du so viel arbeitest“. Von Spanier_innen höre ich solche Kommentare eher weniger und es ist hier absolut an der Tagesordnung, dass die Mütter und Väter kleiner Kinder arbeiten. Also „Rabenmütter und -väter“ gibt es hier gar nicht und das tut unendlich gut!

Als Sie nach Spanien gingen und sich dort einlebten, was war da am Wichtigsten für Sie?

Für mich war und ist es am wichtigsten am Leben der Spanier_innen teilzuhaben und eine von ihnen zu sein, mich ihren Bräuchen anzupassen und in jeglicher Hinsicht ihre Sprache zu sprechen, fast wie ein Chamäleon. Eine meiner dafür sehr guten Eigenschaften ist, dass ich mich leicht anpassen und in Gruppen einfügen kann. Allerdings ist eine wichtige und zunächst etwas schmerzhafte Lektion gewesen, dass ich einfach niemals zu 100 Prozent Spanierin sein werde und nun auch nicht mehr zu 100 Prozent Deutsche bin. Das habe ich nun als Stärke für mich entdeckt und ich lebe eben – eher wie ein Schmetterling – zwischen beiden Welten.

Auf der herCAREER geht es vor allem um den fachlichen Austausch, der auf den persönlichen Erfahrungen und dem Wissen der Sparringspartnerinnen aufsetzt. Zu welchen Themen können Sie im Vorfeld / auf der Messe / im Nachgang als Austauschpartnerin fungieren – in Schlagworten?

  • Corporate Compliance,
  • Corporate Social Responsibility
  • Flourishing
  • Sustainability/ Nachhaltigkeit
  • Supply Chain
  • Business Partner Check
  • Behavioral Economics
  • Corporate Governance
  • Antitrust, „Integrity Now!“

Gibt es Themen, zu denen Sie persönlich eine/n Sparringspartner/in suchen und einen fachlichen wie persönlichen Austausch weiterführen möchten? Dann benennen Sie uns Schlagworte für ihre Themen.

  • Corporate Governance
  • Corporate Social Responsibility
  • Flourishing
  • Sustainability/ Nachhaltigkeit
  • Supply Chain
  • Business Partner Check
  • Behavioral Economics

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