Vom Modevertrieb in die IT-Beratung

Was treibt eine Person an nach fast 8 Jahren im Modevertrieb als Werkstudent in die IT-Beratung zu wechseln?

Jana Wukisiewitsch hat sich nach fast 8 Jahren im Vertrieb in der Modebranche dazu entschieden nochmals neu durchzustarten.  Durch ein Studium der Wirtschaftsinformatik möchte sie in Zukunft besseren Umgang mit Daten sicherstellen, was sie in ihrer bisherigen Karriere gestört hat. Um die Theorie nicht losgelöst von der Praxis zu lernen, ist sie aktuell Werkstudentin bei Valiton

Der Umgang mit Informationen hat mich in der Modewelt bisher sehr gestört. Egal ob es um Kontaktdaten von Kunden, Aufträge oder Versandinformationen ging. Diese Erfahrungen haben mich immer ins Grübeln gebracht und dazu geführt dass ich begonnen habe mich über Informatik, IT etc. zu informieren. Deshalb habe ich einen Master in Wirtschaftswissenschaften mit starkem IT-Fokus und einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik begonnen. Welche Herausforderungen und Schwierigkeiten sich beim Wechsel zwischen zwei so unterschiedlichen Bereichen ergeben, präsentiere ich gerne am 12. Oktober.

Dieses MeetUp ist Teil der Karriere-MeetUps bei der herCAREER 2018, Ort und Zeitpunkt finden Sie im Programm.

Was war für Sie die größte Herausforderung beim Wechsel vom Modevertrieb in die IT?

Die erste Herausforderung war die eigene Angst und Skepsis, sich wirklich zu trauen auch alleine in Vorträge und Veranstaltungen zu gehen. Die größte Herausforderung war jedoch eine Stelle (egal ob Werkstudent, Junior Analyst etc.) zu finden, wenn man noch ganz frisch ist und keinerlei Erfahrungen aufweist.

Wann wussten Sie, es ist Zeit zu wechseln und welches waren Ihre ersten Schritte, die Sie gegangen sind?

Das ist in zwei Schritten abgelaufen, die erste große Veränderung war der Entschluss, den Master in Wirtschaftswissenschaften nur mit Wirtschaftsinformatik zu füllen und parallel den Bachelor in Wirtschaftsinformatik zu starten. Im Frühling dieses Jahres habe ich dann realisiert, dass es sehr viel schwerer und anstrengender ist diese Studiengänge zu absolvieren, wenn man in der Praxis nichts damit zu tun hat. Ich wollte Theorie und Praxis verbinden und die Lerneffekte nutzen.

 Was würden Sie Frauen raten, die nach vielen Jahren Berufserfahrung nicht mehr in ihren Beruf oder aber mehr Potential in einer anderen Branche sehen?

Man muss sich einfach trauen, es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten sich zu informieren und auch weiterzubilden. Internetseiten wie Udacity und Udemy bieten „Kurse“ quer durch alle Branchen auf unterschiedlichem Niveau. In größeren Städten gibt es Veranstaltungen und Vorträge – dort würde ich hingehen und mich vernetzen und sehr viel mit Leuten sprechen, da entstehen mitunter Verbindungen, die völlig unerwartet auftauchen. In München hat mir Cook & Code sehr geholfen mich in kleinen Schritten an die IT zu wagen und erste Dinge auszuprobieren, unter einem lockeren entspannten Aspekt, der motiviert und die Neugier weckt. In großen Konzernen gibt es auch Möglichkeiten, sich intern weiterbilden zu lassen. Je nachdem in welche Branche man wechseln möchte, sollte man sich überlegen welche Fähigkeiten man hat und wie diese in der anderen Branche einen Mehrwert schaffen können. Grundsätzlich geht es aber darum sich zu trauen und alle Wege zu probieren. Wenn man immer wieder den Gedanken hat, man möchte dieses oder jenes probieren, sollte man es tun. Man kann immer zurück oder einen anderen Weg einschlagen.